Bewegungsentwicklung

c.a.r.e - ein somatischer Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz - Bewegungsentwicklung

DE+EN | 6-Tage Workshop zu C.A.R.E

Dieser Workshop legt seinen Schwerpunkt auf die Komplexität der Bewegungsentwicklung (Infant Movement Developmentals/ IMD). Tonus, Gleichgewichtssinn und Primitivreflexe werden insbesondere in Hinblick ihrer Bedeutung auf spätere Lernprozesse (Lesen, Schreiben,...) der Kinder behandelt. Die körperliche Erfahrung der einzelnen Bewegungsabläufe, Reflexe und Schritte bildet die Grundlage für die Kontextualisierung von Begleitung und Unterstützungsmöglichkeiten.

Dabei wird der Ablauf der Bewegungsentwicklung mit der Bedeutung der Reflexen und ihrer Integration theoretisch und praktisch erfahren. Reflexintegration, Gleichgewichtssinn, Augen- und Gehirnentwicklung werden in einen Zusammenhang und Kontext für Lernprozesse (Lesen, Schreiben,...) gestellt.

Die Schulung von wertungsfreier analytischer Bewegungsbeobachtung bilden einen wichtigen Grundpfeiler in der Interaktion mit den Fürsorgenden. Die körperliche Erfahrung der einzelnen Bewegungsabläufe, Reflexe und Schritte bildet die Grundlage für die Kontextualisierung von Begleitung und Unterstützungsmöglichkeiten.

• Tonus
• Bewegungsentwicklung erstes Jahr
• Rollen/ Yield/ Push/ Reach/ Pull
• Primitivreflexe/Haltungs- und Stellreflexe
• Gleichgewichtsorgan
• Gehirnentwicklung
• Augen
• Bewegungsbeobachtung / Bewegungsanalyse
• Kontext / praktische Anwendung / Praxisfelder/Fallbeispiele
• Interaktion mit den Fürsorgenden

Dieser Workshop ist zugleich Teil der zertifizierten Ausbildung in C.A.R.E.

Ausführliche Seminarinformationen

c.a.r.e – ein somatischer entwicklungsbezogener Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz

c.a.r.e. steht für Creativity, Attachment, Resilience und Education (Kreativität, Bindung, Resilienz und Bildung). Die Fürsorge für sich selbst und andere bildet eine wesentliche Grundlage für die Beziehung zu sich selbst und zu Mitmenschen.

In unserer Ausbildung vermitteln wir fundiertes Wissen aus Neurowissenschaften, Pädagogik, Psychologie und Somatik über die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens – insbesondere über die menschliche Entwicklung. Diese Erkenntnisse möchten wir sowohl Fachkräften aus therapeutischen, pädagogischen und sozialen Berufsfeldern für ihren Arbeitsalltag an die Hand geben als auch Impulse für die persönliche Weiterentwicklung setzen.

Das c.a.r.e.-Programm zielt darauf ab, die Selbstwahrnehmung zu schulen und die persönliche Resilienz zu stärken – denn nur so kann ein unterstützendes Beziehungsfeld zu anderen entstehen. Statt retraumatisierende Erinnerungen erneut zu durchleben, hilft c.a.r.e. den Teilnehmenden zu verstehen, wie die Vergangenheit das Nervensystem und das Selbstbild prägt. Durch die Arbeit mit frühkindlichen Reflexen, embryonaler Entwicklung und den Grundlagen der Selbstregulation werden dysfunktionale Überlebensstrategien erkannt und neue Ressourcen für Stabilität und Wohlbefinden aufgebaut. Dafür verbindet c.a.r.e. innovative somatische Ansätze mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen sowie Bindungs- und Entwicklungstheorien.

Das Programm stärkt einerseits die Fähigkeit, andere ressourcen- und bindungsorientiert zu begleiten, und lädt gleichzeitig zur Reflexion eigener Verhaltensmuster ein. Durch das Beobachten und Verstehen der Wechselwirkung von Bewegung und nonverbaler Kommunikation befähigt c.a.r.e.  die Teilnehmenden, diese Prinzipien in ihre berufliche und private Praxis zu integrieren.

          

Worin liegt der Mehrwert in der Teilnahme?

  • Verstehen, wie unser physiologisches und emotionales System miteinander verbunden ist.
  • Wege erlernen, um das eigene emotionale, mentale und körperliche Wohlbefinden zu stärken.
  • Erkenntnisse darüber gewinnen, wie ihr anderen - insbesondere Kindern und Jugendlichen - zu mehr Körperbewusstsein und emotionaler Regulation verhelfen können.

Ziele der Ausbildung sind

  • die elementare Grundzüge der Persönlichkeitsentwicklung zu kennen
  • die tiefgreifenden wechselseitigen Verflechtungen zwischen den nonverbalen und verbalen Dimensionen des Bewusstseins zu erkennen
  • somatisches und theoretisches Verständnis der stattfindenden Entwicklungs- und Lernprozesse zu erlangen
  • die Bedeutung der Interaktion/ dem zwischenmenschlichen emotionalem Austausch für die Persönlichkeitsentwicklung zu verstehen und in den Kontakt mit einfliessen zu lassen
  • Ablauf von Lernprozessen physiologisch und emotional verstehen
  • die Aufgabe und Entwicklung des Gehirns als Schaltstelle bei der Persönlichkeitsentwicklung zu begreifen
  • unterschiedliche Entwicklungsaspekte der verschiedenen Interessensgruppen erkennen 
  • somatische Herangehensweisen und Methoden in die Arbeit mit Kindern zu integrieren
  • Bedeutung, Gewichtung und Grundlagen der Kommunikation mit den Fürsorgenden
  • Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten/ Blockaden erkennen zu können

Die Ausbildung vermittelt (befähigt)

  • für verschiedene Altersgruppen spielerisch- somatische Bewegungsangebote entwickeln zu können, die die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder unterstützen
  • die “präverbale Sprache”, d.h. Kindheitsbewegungsentwicklung und Reflexe spielerisch in verschiedenen Kontexten einbauen zu können
  • persistierende Primitivreflexe erkennen zu können und zu verstehen, wie diese die Bewegungsentwicklung beeinflussen und dann mögliche Veränderungen invozieren
  • Kompensationen zu erkennen
  • Unterstützungsmöglichkeiten für Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten/ Blockaden finden bzw. entwickeln zu können
  • eine wertschätzende, anerkennende und achtsame Atmosphäre als Lern- und Spielort zu schaffen

>> Weitere Infos

Curriculum

Modul 1

tba 2026 | Embryologie

  • Frühe Prägung
  • Verkörperte Exploration
  • Interaktion von Genetik und Umwelt
  • Somatisches Gedächtnis
  • Pränatale Verbindung
  • Zelluläres Bewusstsein
  • Entwicklung des Nervensystems
  • Bindung
  • Universelle Relevanz
  • Embryologische Entwicklung der Organe, des musko-skelettalen und des urogenitalen Systems

Modul 2

tba 2027 | Frühkindliche Bewegungsentwicklung

  • Muskeltonus und neuromotorische Entwicklung im ersten Jahr
  • Grundlegende Bewegungssequenzen: Rollen / Nachgeben / Drücken / Greifen / Ziehen
  • Primitive Reflexe und posturale Reflexe
  • Vestibuläre und propriozeptive Grundlagen
  • Gleichgewicht
  • Gehirnentwicklung und visuelle Reifung
  • Bewegungsbeobachtung und funktionale Analyse
  • Konkrete Anwendungen, Fallbeispiele und Kontexte
  • Einstimmung und interaktive Regulation

Modul 3

tba 2027 | Selbst werden

  • Entwicklung des Selbst Bewegung, Spiel und Imagination
  • Autonomie und Beziehung – Ich und Andere, IchAndere
  • Entwicklung des Selbst und die Verbindung zur Sprachentwicklung 
  • Sensorische Integration und Körperbewusstsein
  • Berührung zur Förderung von Selbstwahrnehmung und emotionaler Sicherheit
  • Entwicklung von Neugierverhalten und Kreativität 
  • Bewegung und Kreativität als Mittel der Selbstentfaltung
  • Bindung und Bindungsverhalten
  • Entwicklung von Empathie – vom Ich zum Wir

Modul 4

tba 2027 | Verkörperte Transformation

  • Gehirnentwicklung und Neuroplastizität durch Bewegung
  • Bewegung als integraler Bestandteil des Lernprozesses
  • Beobachtung und Analyse von Bewegung
  • Erkennen von Kompensationsmustern und Anpassungen
  • Praxisnahe Werkzeuge und kontextuelle Anwendungen
  • Emotionale Regulation und Nervensystembalance
  • Verkörperter Entwicklungszugang
  • Fallbeispiele aus verschiedenen Praxisfeldern

Modul 5

31.01.-04.02.2026 | Motivation, Verbindung und Lebendigkeit

  • Neurotransmitter und ihr Einfluss auf Verhalten und Emotion
  • Neuroendokrinologie des Gehirns
  • Endorphine und die Biologie der Lebendigkeit
  • Funktionen und Wirkungen von Dopamin, Serotonin und Oxytocin
  • Neurochemie von Motivation und Engagement
  • Emotionale Regulation und Hirnchemie
  • Berührung und Sexualität
  • Bindung und neurobiologische Dynamiken
  • Wahrnehmung im Spiegel neurochemischer Zustände
  • Verkörperte Praxis zur Erfahrung neurochemischer Zustände
  • Anwendungsfelder in Therapie, Bildung und Entwicklung

Modul 6 

30.03.-03.04.2026 | Verkörperte Kreativität

  • Kreativität als transformierender Prozess
  • Vom Impuls zur greifbaren Ausdrucksform
  • Somatische Werkzeuge für Imagination und Bewegung
  • Kreative Führung in Therapie, Bildung und Gruppenarbeit
  • Stabilität und Flexibilität in dynamischen Kontexten
  • Verbindung von Wahrnehmung, Bewegung und Ausdruck
  • Lebendigkeit und Selbstwirksamkeit in kreativen Prozessen
  • Ganzheitliche Begleitung in professionellen Rollen
  • Kreativität erhalten und kultivieren in komplexen Systemen

 

Seminarleiter*innen

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Heike Kuhlmann


www.heikekuhlmann.net

MSME, BMC®-Practitioner, Tänzerin, -pädagogin, Choreografin, MA Performance Studies/Choreography 

Heike interessiert der menschliche Enfaltungsprozess. Dabei geht es ihr nicht nur um die individuelle Entfaltung, sondern wie Menschen sich auf Augenhöhe begegnen können. Strukturelle Bedingungen mit in die somatische Erfahrung hereinzunehmen ist für sie Bedingung für eine Kritische Somatik. Sie begleitet somatische Prozesse in Einzelsitzungen, Kursen, Workshops und Ausbildungen. In ihrer künstlerischen Arbeit sind Aktivismus und Somatik eingewoben. Mehr Informationen auf: www.somatik-tanz-choreographie.dewww.heikekuhlmann.net

 

 

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Adalisa Menghini

Lehrerin, Choreographin, Performerin

Adalisa studierte an der S.N.D.O in Amsterdam, danach absolvierte sie ihren M.A. in Neurophysiologische Psychologie. Sie ist Lehrerin der Feldenkrais Methode. Sie arbeitet mit professionellen und nicht professionellen Tänzern, Kindern und Senioren. Zweimal wurde sie als beste Choreografin der "Giocabriga" nominiert. In Zusammenarbeit mit K. Wickenhäuser, hat sie Performances mit Schulkindern in Museen gebracht. Zweimal haben sie den Preis "Kinder zum Olymp!" gewonnen. Sie unterrichte in der Tanzfabrik, der Somatischen Akademie Berlin und an der Universität der Künste Berlin.

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Ka Rustler

BMC® Teacher, Somatic Movement Educator & Therapist, Choreographin und Performerin

Ka Rustler erforscht und analysiert seit über 30 Jahren somatische Praxen und deren Verkörperung in Bewegung, Choreographie und Therapie. Sie performt mit Pionieren der Improvisation und übt als Organisatorin von ECITE und CI Festivals sowie künstlerisches Mitglied der Tanzfabrik Berlin entscheidenden Einfluss auf die somatische Praxis in der Tanzausbildung aus. Ihre künstlerischen Projekte wurden auf Tanz- und Theaterfestivals in Europa, Mexiko, Russland, Japan und den USA gezeigt. Sie unterrichtet international, konzipiert Ausbildungscurricula an privaten sowie staatlichen Institutionen und integriert die neuesten Erkenntnisse der Neuro- und Wahrnehmungswissenschaften. An der Somatischen Akademie unterrichtet sie in der Fortbildung somatische Begleitung & Arbeit mit Kindern. 

Kosten

Kosten

Einzelbuchung als Workshop

810€

Gesamte C.A.R.E Ausbildung (200h)

3680€ + Zertifikat 200€

Bezahlung ist auch in Raten möglich.

 

Daten

31. Januar - 05. Februar 2025 | Freitag-Mittwoch 10:00 Uhr - 17:30 Uhr

Curriculum der gesamten C.A.R.E Ausbildung (200h)

Modul 1

tba | Embryologische Grundlagen des Lebens

  • Entwicklung der Organe und des muskoskeletären Systems
  • Entwicklung des Nervensystems und der Sinne
  • Entwicklung der Beziehung zur Schwerkraft
  • Entwicklung des Bindungsverhaltens

Modul 2

21.01.-05.02.2025 | Kindheitsbewegungsentwicklung

  • Physische Erfahrung individueller Bewegung
  • Primitive Reflexe, Haltungs- und Stellreflexe
  • Bewegungsentwicklung im ersten Lebensjahr
  • Entwicklung des Gehirns, Augen und des Gleichgewichtsorgans

Modul 3

12.04.-16.04.2025 | Bewegung, Spiel und Interaktion mit Kindern (0-3 Jahre | 3-7 Jahre)

  • Contact Improvisation für Große und Kleine, Kreativität und Tanz
  • Körperbewusstsein und Empfindungen, Achtsamkeit
  • Theorie des Bindungsverhaltens
  • Bewegungsentwicklung und Integration der Reflexe

Modul 4

27.10.-31.10.2025 | Bewegung und Lernen

  • Verständnis der unzertrennbaren Verbindung zwischen Bewegung und Lernen
  • Physische Erfahrung des Nervensystems mit theoretischem Verständnis
  • Entwicklung von Gehirn und Nervensystem, Bewegungsbeobachtung und - analyse, Praxisarbeit, Fallstudien

Modul 5

31.01.-04.02.2026 | Bewegung, Spiel und Interaktion mit Kindern und Jugendlichen (8-12 Jahre | 13-16 Jahre)

  • Praxiserfahrung für Spiele, Unterstützung, Frustration
  • Contact improvisation, Tanz, Spiel, Kreativität
  • Körperbewusstsein, Spüren, Achtsamkeit
  • Berührung und Sexualität     

Modul 6 

30.03.-03.04.2026 | Somatisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in der Praxis

  • Bewegungsaufgaben, Spiele
  • Unterstützung, Berührung, Sexualität
  • Fallstudien
  • Abschluss und Lehrproben
 

 

 

Anmeldeinformationen

Zeiten
10:00-17:30
Veranstaltungsort
Berlin
Somatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor
Preise
  • Full Price: 810.00 EUR
Zahlung Banküberweisung, PayPal
Hinweise Dieser Workshop ist zugleich Teil der zertifizierten Ausbildung in somatischer Kindheitspädagogik C.A.R.E.

Lehrer

Heike Kuhlmann
Adalisa Menghini
Ka Rustler

Daten & Kosten

KursspracheEN + DE
Kurskosten
  • Full Price 810.00 EUR
ZahlungBanküberweisung, PayPal
VeranstaltungsortBerlin
Somatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor