
c.a.r.e - ein somatischer Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz - Embryologie
DE+EN | 6-Tages-Seminar c.a.r.e
Die Ursprünge der Erfahrung
Noch bevor wir atmen, erinnern oder sprechen konnten, sind wir bereits in Beziehung – mit Rhythmus, mit Raum, mit der Berührung eines anderen Herzens. Die Forschung beginnt heute zu bestätigen, was somatische und therapeutische Traditionen längst ahnten: Unsere frühesten Erfahrungen – selbst vor der Geburt – hinterlassen Spuren.
Dieses Modul lädt dich ein, in die stille Tiefe deiner Anfänge zurückzukehren. Es ist eine Einladung, den Körper in diesen ersten Entfaltungen zu spüren – in jenem ursprünglichen Werden, das nicht isoliert geschieht, sondern im Dialog zwischen genetischem Potenzial und umgebender Welt.
Embryologie wird hier lebendig – nicht als abstrakte Wissenschaft, sondern als verkörperte Erinnerung an unsere erste Choreografie: wie Zellen in Resonanz treten, auf Impulse aus ihrer Umgebung antworten und sich in ein Netz von Beziehung und Form einweben – lange vor jeder bewussten Wahrnehmung.
Jede Zelle hört, reagiert und erinnert sich. Die Entfaltung unseres Körpers geschieht nicht allein im Licht des genetischen Codes. Sie ist eingebettet in ein lebendiges Beziehungsgeschehen – ein Feld aus Rhythmen, Impulsen und feiner Resonanz, dass unser Wachsen begleitet.
Schon früh beginnen unsere sich entwickelnden Systeme, innere Landschaften zu formen, geprägt von Berührung und Bewegung, von Stille oder Klang, von Momenten der Verbindung oder des Rückzugs. Die Gewebe erinnern. Mit jedem Zellpuls entsteht ein Ausdruck, nicht nur von dem, was war, sondern auch von dem, was möglich ist.
So entsteht ein innerer Bauplan der Organe, Muskeln und unseres Nervensystems - nicht als starre Vorgabe, sondern als lebendiges Muster, das unsere Fähigkeit zur Bindung, Regulation und Resilienz mit formt.
Muster von Stress oder Sicherheit, Trennung oder Einstimmung können in den sich entwickelnden Körpersystemen registriert werden. Diese Prägung wird zur Blaupause, aus der unsere Fähigkeit zur Bindung, Regulierung und Resilienz hervorgeht. In dieser Perspektive wird Embryologie zu einem relevanten Thema für Fürsorgende, Pädagog*innen, Therapeut*innen und für jede Seele, die einmal Kind war. Das Verständnis der embryologischen Reise ermöglicht es uns nicht nur zu verstehen, wie unser Gewebe, unsere Sinne und unser Selbst von Anfang an in Beziehung zueinander geformt wurden, sondern auch, diese sehr frühe Formung neu zu gestalten.
Schlüsselthemen des Moduls:
- Frühe Prägung
- Verkörperte Exploration
- Interaktion von Genetik und Umwelt
- Somatisches Gedächtnis
- Pränatale Verbindung
- Zelluläres Bewusstsein
- Entwicklung des Nervensystems
- Bindung
- Universelle Relevanz
- Embryologische Entwicklung der Organe, des musko-skelettalen und des urogenitalen Systems
Dieses Seminar ist zugleich Teil der zertifzierten Ausbildung c.a.r.e - ein somatischer Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz. >> mehr erfahren
Ausführliche Seminarinformationen
c.a.r.e – ein somatischer entwicklungsbezogener Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz
c.a.r.e. steht für Creativity, Attachment, Resilience und Education (Kreativität, Bindung, Resilienz und Bildung). Die Fürsorge für sich selbst und andere bildet eine wesentliche Grundlage für die Beziehung zu sich selbst und zu Mitmenschen.
In unserer Ausbildung vermitteln wir fundiertes Wissen aus Neurowissenschaften, Pädagogik, Psychologie und Somatik über die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens – insbesondere über die menschliche Entwicklung. Diese Erkenntnisse möchten wir sowohl Fachkräften aus therapeutischen, pädagogischen und sozialen Berufsfeldern für ihren Arbeitsalltag an die Hand geben als auch Impulse für die persönliche Weiterentwicklung setzen.
Das c.a.r.e.-Programm zielt darauf ab, die Selbstwahrnehmung zu schulen und die persönliche Resilienz zu stärken – denn nur so kann ein unterstützendes Beziehungsfeld zu anderen entstehen. Statt retraumatisierende Erinnerungen erneut zu durchleben, hilft c.a.r.e. den Teilnehmenden zu verstehen, wie die Vergangenheit das Nervensystem und das Selbstbild prägt. Durch die Arbeit mit frühkindlichen Reflexen, embryonaler Entwicklung und den Grundlagen der Selbstregulation werden dysfunktionale Überlebensstrategien erkannt und neue Ressourcen für Stabilität und Wohlbefinden aufgebaut. Dafür verbindet c.a.r.e. innovative somatische Ansätze mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen sowie Bindungs- und Entwicklungstheorien.
Das Programm stärkt einerseits die Fähigkeit, andere ressourcen- und bindungsorientiert zu begleiten, und lädt gleichzeitig zur Reflexion eigener Verhaltensmuster ein. Durch das Beobachten und Verstehen der Wechselwirkung von Bewegung und nonverbaler Kommunikation befähigt c.a.r.e. die Teilnehmenden, diese Prinzipien in ihre berufliche und private Praxis zu integrieren.
Worin liegt der Mehrwert in der Teilnahme?
- Verstehen, wie unser physiologisches und emotionales System miteinander verbunden ist.
- Wege erlernen, um das eigene emotionale, mentale und körperliche Wohlbefinden zu stärken.
- Erkenntnisse darüber gewinnen, wie ihr anderen - insbesondere Kindern und Jugendlichen - zu mehr Körperbewusstsein und emotionaler Regulation verhelfen können.
Ziele der Ausbildung sind
- die elementare Grundzüge der Persönlichkeitsentwicklung zu kennen
- die tiefgreifenden wechselseitigen Verflechtungen zwischen den nonverbalen und verbalen Dimensionen des Bewusstseins zu erkennen
- somatisches und theoretisches Verständnis der stattfindenden Entwicklungs- und Lernprozesse zu erlangen
- die Bedeutung der Interaktion/ dem zwischenmenschlichen emotionalem Austausch für die Persönlichkeitsentwicklung zu verstehen und in den Kontakt mit einfliessen zu lassen
- Ablauf von Lernprozessen physiologisch und emotional verstehen
- die Aufgabe und Entwicklung des Gehirns als Schaltstelle bei der Persönlichkeitsentwicklung zu begreifen
- unterschiedliche Entwicklungsaspekte der verschiedenen Interessensgruppen erkennen
- somatische Herangehensweisen und Methoden in die Arbeit mit Kindern zu integrieren
- Bedeutung, Gewichtung und Grundlagen der Kommunikation mit den Fürsorgenden
- Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten/ Blockaden erkennen zu können
Die Ausbildung vermittelt (befähigt)
- für verschiedene Altersgruppen spielerisch- somatische Bewegungsangebote entwickeln zu können, die die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder unterstützen
- die “präverbale Sprache”, d.h. Kindheitsbewegungsentwicklung und Reflexe spielerisch in verschiedenen Kontexten einbauen zu können
- persistierende Primitivreflexe erkennen zu können und zu verstehen, wie diese die Bewegungsentwicklung beeinflussen und dann mögliche Veränderungen invozieren
- Kompensationen zu erkennen
- Unterstützungsmöglichkeiten für Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten/ Blockaden finden bzw. entwickeln zu können
- eine wertschätzende, anerkennende und achtsame Atmosphäre als Lern- und Spielort zu schaffen
Curriculum
Modul 1 | 06.07. - 11.07.2026 | Embryologie
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Modul 2 | 13.07. - 17.07.2026 | Frühkindliche Bewegungsentwicklung
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Modul 3 | 28.09. - 02.10.2026 | Selbst – Andere* und die Interaktion
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Modul 4 | 04.01. - 08.01.2027 | Verkörperte Transformation
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Modul 5 | 29.03.-02.04.2026 | Motivation, Verbindung und Lebendigkeit
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Modul 6 | 03.05.-08.05.2027 | Verkörperte Kreativität
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Seminarleiter*innen

Heike Kuhlmann
www.heikekuhlmann.net
MSME, BMC®-Practitioner, Tänzerin, -pädagogin, Choreografin, MA Performance Studies/Choreography
Heike interessiert der menschliche Enfaltungsprozess. Dabei geht es ihr nicht nur um die individuelle Entfaltung, sondern wie Menschen sich auf Augenhöhe begegnen können. Strukturelle Bedingungen mit in die somatische Erfahrung hereinzunehmen ist für sie Bedingung für eine Kritische Somatik. Sie begleitet somatische Prozesse in Einzelsitzungen, Kursen, Workshops und Ausbildungen. In ihrer künstlerischen Arbeit sind Aktivismus und Somatik eingewoben. Mehr Informationen auf: www.somatik-tanz-choreographie.de, www.heikekuhlmann.net

Adalisa Menghini
Lehrerin, Choreographin, Performerin
Adalisa studierte an der S.N.D.O in Amsterdam, danach absolvierte sie ihren M.A. in Neurophysiologische Psychologie. Sie ist Lehrerin der Feldenkrais Methode. Sie arbeitet mit professionellen und nicht professionellen Tänzern, Kindern und Senioren. Zweimal wurde sie als beste Choreografin der "Giocabriga" nominiert. In Zusammenarbeit mit K. Wickenhäuser, hat sie Performances mit Schulkindern in Museen gebracht. Zweimal haben sie den Preis "Kinder zum Olymp!" gewonnen. Sie unterrichte in der Tanzfabrik, der Somatischen Akademie Berlin und an der Universität der Künste Berlin.
Kosten
Kosten
Einzelbuchung als Workshop
810€
Dieses Seminar ist zugleich Teil der zertifzierten Ausbildung c.a.r.e - ein somatischer Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz. >> mehr erfahren
Gesamte c.a.r.e Ausbildung (200h)
3680€ + Zertifikat 200€Bezahlung ist auch in Raten möglich.
Daten
06.-11. Juli 2026 | Montag - Samstag 10:00 Uhr - 17:30 Uhr
Anmeldeinformationen
BerlinSomatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor
- Full Price: 810.00 EUR