
c.a.r.e - Ein somatischer Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz - Frühkindliche Bewegungsentwicklung
Modul 2
Die Bedeutung des menschlichen Entwicklungsprozesses
Dieses Modul lädt Sie in die reichhaltige und komplexe Welt der frühen Bewegungen im Säuglingsalter ein – eine Zeit, in der der Körper beginnt, seine erste Sprache zu schreiben. Hier trifft Theorie auf gelebte Erfahrung:
Wir erforschen, wie die Bewegungen des ersten Lebensjahres unsere späteren Fähigkeiten unterstützen: Denken, Fühlen, Beziehen, Lernen. Wir verfolgen die subtilen Fäden des Muskeltonus, des Gleichgewichts und der primitiven Reflexe und weben sie in ein tieferes Verständnis dafür, wie Menschen wachsen, sich verbinden und sich anpassen. Diese frühen Gesten- scheinbar einfach - sind geprägt von einem lebendigen Dialog zwischen inneren Impulsen und der äußeren Umgebung. In diesem Zusammenspiel liegt die stille Poesie der Entwicklung.
Durch verkörperte Erkundung und aufmerksame Beobachtung beginnen die Teilnehmer zu spüren, wie Bewegung innere Landschaften offenbart: Bedürfnisse, die nach Ausdruck suchen, Fähigkeiten, die erwachen, Gefühle, die sich regen. Diese Bewegungen sind keine mechanischen Wiederholungen - sie sind Beziehungsakte, intime Verhandlungen mit der Schwerkraft, dem Raum und der Anwesenheit anderer.
Die Teilnehmer sind eingeladen, die Entstehung grundlegender Muster mitzuerleben und zu erfahren, zu spüren, wie Reflexe und Haltungsänderungen die Reise des Kindes in Richtung Interaktion, Lernen und Autonomie gestalten. Durch Bewegung erhaschen wir einen Blick auf die Architektur des Werdens: ein lebendiger Spiegel, der Bedürfnisse, Potenziale und die ersten Schritte in Richtung Kohärenz reflektiert.
Ein zentraler Punkt des Moduls ist die Kultivierung der Kunst der Beobachtung - nicht nur mit geschulter Präzision, sondern mit offenem, nicht wertendem Gewahrsein. Diese Wahrnehmungsfähigkeit ist von entscheidender Bedeutung für Fürsorgende, Pädagog*innen, Therapeut*innen - und für jeden, der eine tiefere, mitfühlendere Beziehung zu seinem eigenen Körper und zu anderen Menschen sucht.
Schlüsselthemen des Moduls:
- Muskeltonus und neuromotorische Entwicklung im ersten Jahr
- Grundlegende Bewegungssequenzen: Rollen / Nachgeben / Drücken / Greifen / Ziehen
- Primitive Reflexe und posturale Reflexe
- Vestibuläre und propriozeptive Grundlagen
- Gleichgewicht
- Gehirnentwicklung und visuelle Reifung
- Bewegungsbeobachtung und funktionale Analyse
- Konkrete Anwendungen, Fallbeispiele und Kontexte
- Einstimmung und interaktive Regulation
Ausführliche Seminarinformationen
200 UE / 6 Module / 4 somatischen Methoden / 3 Dozent*innen
Dieses Ausbildungsangebot umfasst 200 UE mit insgesamt 6 Modulen von jeweils 5-6 Tagen und ist eine anerkannte Spezialisierung.
Curriculum
Modul 1 | tba 2026 | Embryologie
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Modul 2 | tba 2027 | Frühkindliche Bewegungsentwicklung
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Modul 3 | tba 2027 | Selbst werden
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Modul 4 | tba 2027 | Verkörperte Transformation
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Modul 5 | 31.01.-04.02.2026 | Motivation, Verbindung und Lebendigkeit
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Modul 6 | 30.03.-03.04.2026 | Verkörperte Kreativität
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Für wen ist dieses Ausbildungsformat gedacht?
- Lehrende, Sozialarbeitende, Jugendbetreuende und Eltern, die nach neuen Wegen suchen, um Kindern und Jugendlichen durch Körpererfahrung und Körperbewusstsein in ihrem Entwicklungsprozess zu Wachstum und Entfaltung zu verhelfen.
- Eltern, die besser verstehen möchten, wie sie mit Bewegung und Achtsamkeit das emotionale und körperliche Wohlbefinden ihrer Kinder fördern können.
- Jede Person, die lernen möchte, wie sie ihr eigenes emotionales und körperliches Gleichgewicht finden und unterstützen kann.
Welche zentralen pädagogischen Aspekte beinhaltet das C.A.R.E Programm?
- Entwicklungsgrundlagen: C.A.R.E. beginnt mit der Beobachtung, wie sich der Mensch von den frühesten Phasen (pränatal, Säuglingsalter, frühe Kindheit) entwickelt und wie Bewegung und Bindung das Lernen beeinflussen. Die neurobiologischen Grundlagen des Lernens, wie die Funktion des Nervensystems und die Entstehung von Trauma, bilden die pädagogischen Grundpfeiler der Ausbildung.
- Lernen durch Erfahrung: Die Teilnehmenden lernen durch verkörperte Erfahrung. bewegungsbasierte Aktivitäten vermitteln ein tiefes Verständnis der Entwicklungsprozesse, während theoretische Informationen den eigenen Lern- und Reflexionsprozess begleiten.
- Lernen als lebenslanger Prozess: C.A.R.E. richtet sich an diejenigen, die ihr Verständnis von Lernen als fortlaufenden Entwicklungsprozess vertiefen möchten - sei es in der Arbeit mit Kindern, Erwachsenen oder für das eigene persönliche Wachstum.
Forschungsgestützt und praxisorientiert
Unser C.A.R.E.-Programm basiert auf jahrelanger praktischer Erfahrung und integriert bewährte Ansätze aus verschiedenen Disziplinen, wie Somatic Experiencing (SE), Body-Mind Centering®, Neuromotorische Entwicklungsförderung INPP®, NARM, Feldenkrais und weiteren. Diese Methoden werden miteinander integriert, um ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Entwicklung zu fördern. Sie beruhen auf neuesten Forschungsergebnissen und helfen, das Nervensystem zu regulieren und die Auswirkungen von Trauma und frühkindlicher Entwicklung zu verstehen, ohne das traumatische Ereignis selbst in den Vordergrund zu stellen.
Angewandte somatische Methoden der Ausbildung
- IBMT (Integrative Bodywork- and Movement Therapy)
- Neurophysiologische Psychologie
- Feldenkrais
- Contact Improvisation
- Ideokinesis
- Body-Mind Centering®
- Tanz
Abschluss:
- Nachweis von 10 Stunden Hospitation
- 1 Unterrichtspräsentation vorbereiten und mit der Gruppe durchführen
- eine Fallstudie erstellen bzw. eine praktische Forschung durchführen, die in einem Essay von max. 5 Seiten dokumentiert wird
Seminarleiter*innen

Heike Kuhlmann
www.heikekuhlmann.net
MSME, BMC®-Practitioner, Tänzerin, -pädagogin, Choreografin, MA Performance Studies/Choreography
Heike interessiert der menschliche Enfaltungsprozess. Dabei geht es ihr nicht nur um die individuelle Entfaltung, sondern wie Menschen sich auf Augenhöhe begegnen können. Strukturelle Bedingungen mit in die somatische Erfahrung hereinzunehmen ist für sie Bedingung für eine Kritische Somatik. Sie begleitet somatische Prozesse in Einzelsitzungen, Kursen, Workshops und Ausbildungen. In ihrer künstlerischen Arbeit sind Aktivismus und Somatik eingewoben. Mehr Informationen auf: www.somatik-tanz-choreographie.de, www.heikekuhlmann.net

Adalisa Menghini
Lehrerin, Choreographin, Performerin
Adalisa studierte an der S.N.D.O in Amsterdam, danach absolvierte sie ihren M.A. in Neurophysiologische Psychologie. Sie ist Lehrerin der Feldenkrais Methode. Sie arbeitet mit professionellen und nicht professionellen Tänzern, Kindern und Senioren. Zweimal wurde sie als beste Choreografin der "Giocabriga" nominiert. In Zusammenarbeit mit K. Wickenhäuser, hat sie Performances mit Schulkindern in Museen gebracht. Zweimal haben sie den Preis "Kinder zum Olymp!" gewonnen. Sie unterrichte in der Tanzfabrik, der Somatischen Akademie Berlin und an der Universität der Künste Berlin.

Ka Rustler
BMC® Teacher, Somatic Movement Educator & Therapist, Choreographin und Performerin.
Ka Rustler erforscht und analysiert seit über 30 Jahren somatische Praxen und deren Verkörperung in Bewegung, Choreographie und Therapie. Sie performt mit Pionieren der Improvisation und übt als Organisatorin von ECITE und CI Festivals sowie künstlerisches Mitglied der Tanzfabrik Berlin entscheidenden Einfluss auf die somatische Praxis in der Tanzausbildung aus. Ihre künstlerischen Projekte wurden auf Tanz- und Theaterfestivals in Europa, Mexiko, Russland, Japan und den USA gezeigt. Sie unterrichtet international, konzipiert Ausbildungscurricula an privaten sowie staatlichen Institutionen und integriert die neuesten Erkenntnisse der Neuro- und Wahrnehmungswissenschaften. An der Somatischen Akademie unterrichtet sie in der Fortbildung somatische Begleitung & Arbeit mit Kindern.
Anmeldeinformationen
BerlinSomatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor
- Full Price: 810.00 EUR
