Embryologie

c.a.r.e - Ein somatischer Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz - Embryologie

Modul 1

Die Ursprünge der Erfahrung

Noch bevor wir atmen, erinnern oder sprechen konnten, sind wir bereits in Beziehung – mit Rhythmus, mit Raum, mit der Berührung eines anderen Herzens. Die Forschung beginnt heute zu bestätigen, was somatische und therapeutische Traditionen längst ahnten: Unsere frühesten Erfahrungen – selbst vor der Geburt – hinterlassen Spuren.

Dieses Modul lädt dich ein, in die stille Tiefe deiner Anfänge zurückzukehren. Es ist eine Einladung, den Körper in diesen ersten Entfaltungen zu spüren – in jenem ursprünglichen Werden, das nicht isoliert geschieht, sondern im Dialog zwischen genetischem Potenzial und umgebender Welt.

Embryologie wird hier lebendig – nicht als abstrakte Wissenschaft, sondern als verkörperte Erinnerung an unsere erste Choreografie: wie Zellen in Resonanz treten, auf Impulse aus ihrer Umgebung antworten und sich in ein Netz von Beziehung und Form einweben – lange vor jeder bewussten Wahrnehmung.

Jede Zelle hört, reagiert und erinnert sich. Die Entfaltung unseres Körpers geschieht nicht allein im Licht des genetischen Codes. Sie ist eingebettet in ein lebendiges Beziehungsgeschehen – ein Feld aus Rhythmen, Impulsen und feiner Resonanz, dass unser Wachsen begleitet.

Schon früh beginnen unsere sich entwickelnden Systeme, innere Landschaften zu formen, geprägt von Berührung und Bewegung, von Stille oder Klang, von Momenten der Verbindung oder des Rückzugs. Die Gewebe erinnern. Mit jedem Zellpuls entsteht ein Ausdruck, nicht nur von dem, was war, sondern auch von dem, was möglich ist.

So entsteht ein innerer Bauplan der Organe, Muskeln und unseres Nervensystems - nicht als starre Vorgabe, sondern als lebendiges Muster, das unsere Fähigkeit zur Bindung, Regulation und Resilienz mit formt. 

Muster von Stress oder Sicherheit, Trennung oder Einstimmung können in den sich entwickelnden Körpersystemen registriert werden. Diese Prägung wird zur Blaupause, aus der unsere Fähigkeit zur Bindung, Regulierung und Resilienz hervorgeht. In dieser Perspektive wird Embryologie zu einem relevanten Thema für Fürsorgende, Pädagog*innen, Therapeut*innen und für jede Seele, die einmal Kind war. Das Verständnis der embryologischen Reise ermöglicht es uns nicht nur zu verstehen, wie unser Gewebe, unsere Sinne und unser Selbst von Anfang an in Beziehung zueinander geformt wurden, sondern auch, diese sehr frühe Formung neu zu gestalten. 

 

Schlüsselthemen des Moduls:

  • Frühe Prägung
  • Verkörperte Exploration
  • Interaktion von Genetik und Umwelt
  • Somatisches Gedächtnis
  • Pränatale Verbindung
  • Zelluläres Bewusstsein
  • Entwicklung des Nervensystems
  • Bindung
  • Universelle Relevanz
  • Embryologische Entwicklung der Organe, des musko-skelettalen und des urogenitalen Systems

Ausführliche Seminarinformationen

200 UE / 6 Module / 4 somatischen Methoden / 3 Dozent*innen

Dieses Ausbildungsangebot umfasst 200 UE mit insgesamt 6 Modulen von jeweils 5-6 Tagen und ist eine anerkannte Spezialisierung. 

Curriculum

Modul 1

06.07. - 11.07.2026 | Embryologie

  • Frühe Prägung
  • Verkörperte Exploration
  • Interaktion von Genetik und Umwelt
  • Somatisches Gedächtnis
  • Pränatale Verbindung
  • Zelluläres Bewusstsein
  • Entwicklung des Nervensystems
  • Bindung
  • Universelle Relevanz
  • Embryologische Entwicklung der Organe, des musko-skelettalen und des urogenitalen Systems

Modul 2

13.07. - 17.07.2026 | Frühkindliche Bewegungsentwicklung

  • Muskeltonus und neuromotorische Entwicklung im ersten Jahr
  • Grundlegende Bewegungssequenzen: Rollen / Nachgeben / Drücken / Greifen / Ziehen
  • Primitive Reflexe und posturale Reflexe
  • Vestibuläre und propriozeptive Grundlagen
  • Gleichgewicht
  • Gehirnentwicklung und visuelle Reifung
  • Bewegungsbeobachtung und funktionale Analyse
  • Konkrete Anwendungen, Fallbeispiele und Kontexte
  • Einstimmung und interaktive Regulation

Modul 3

28.09. - 02.10.2026 | Selbst – Andere* und die Interaktion

  • Entwicklung des Selbst durch Bewegung, Spiel und Fantasie
  • Autonomie und Beziehung – Ich und Andere
  • Ich- und Sprachentwicklung
  • Zusammenspiel der Sinne- Körperwahrnehmung
  • Berührung zur Stärkung des Ichs
  • Entwicklung von Neugierde und Kreativität
  • Bewegung und Tanz zur Ich- und Selbsterfahrung
  • Frühkindliche Empathie- vom Ich zum Wir zu moralischen Werten

Modul 4

04.01. - 08.01.2027 | Verkörperte Transformation

  • Gehirnentwicklung und Neuroplastizität durch Bewegung
  • Bewegung als integraler Bestandteil des Lernprozesses
  • Beobachtung und Analyse von Bewegung
  • Erkennen von Kompensationsmustern und Anpassungen
  • Praxisnahe Werkzeuge und kontextuelle Anwendungen
  • Emotionale Regulation und Nervensystembalance
  • Verkörperter Entwicklungszugang
  • Fallbeispiele aus verschiedenen Praxisfeldern

Modul 5

29.03.-02.04.2026 | Motivation, Verbindung und Lebendigkeit

  • Neurotransmitter und ihr Einfluss auf Verhalten und Emotion
  • Neuroendokrinologie des Gehirns
  • Endorphine und die Biologie der Lebendigkeit
  • Funktionen und Wirkungen von Dopamin, Serotonin und Oxytocin
  • Neurochemie von Motivation und Engagement
  • Emotionale Regulation und Hirnchemie
  • Berührung und Sexualität
  • Bindung und neurobiologische Dynamiken
  • Wahrnehmung im Spiegel neurochemischer Zustände
  • Verkörperte Praxis zur Erfahrung neurochemischer Zustände
  • Anwendungsfelder in Therapie, Bildung und Entwicklung

Modul 6 

03.05.-08.05.2027 | Verkörperte Kreativität

  • Kreativität als transformierender Prozess
  • Vom Impuls zur greifbaren Ausdrucksform
  • Somatische Werkzeuge für Imagination und Bewegung
  • Kreative Führung in Therapie, Bildung und Gruppenarbeit
  • Stabilität und Flexibilität in dynamischen Kontexten
  • Verbindung von Wahrnehmung, Bewegung und Ausdruck
  • Lebendigkeit und Selbstwirksamkeit in kreativen Prozessen
  • Ganzheitliche Begleitung in professionellen Rollen
  • Kreativität erhalten und kultivieren in komplexen Systemen

Für wen ist dieses Ausbildungsformat gedacht?

  • Lehrende, Sozialarbeitende, Jugendbetreuende und Eltern, die nach neuen Wegen suchen, um Kindern und Jugendlichen durch Körpererfahrung und Körperbewusstsein in ihrem Entwicklungsprozess zu Wachstum und Entfaltung zu verhelfen.
  • Eltern, die besser verstehen möchten, wie sie mit Bewegung und Achtsamkeit das emotionale und körperliche Wohlbefinden ihrer Kinder fördern können.
  • Jede Person, die lernen möchte, wie sie ihr eigenes emotionales und körperliches Gleichgewicht finden und unterstützen kann.

Welche zentralen pädagogischen Aspekte beinhaltet das C.A.R.E Programm?

  • Entwicklungsgrundlagen: C.A.R.E. beginnt mit der Beobachtung, wie sich der Mensch von den frühesten Phasen (pränatal, Säuglingsalter, frühe Kindheit) entwickelt und wie Bewegung und Bindung das Lernen beeinflussen. Die neurobiologischen Grundlagen des Lernens, wie die Funktion des Nervensystems und die Entstehung von Trauma, bilden die pädagogischen Grundpfeiler der Ausbildung.
  • Lernen durch Erfahrung: Die Teilnehmenden lernen durch verkörperte Erfahrung. bewegungsbasierte Aktivitäten vermitteln ein tiefes Verständnis der Entwicklungsprozesse, während theoretische Informationen den eigenen Lern- und Reflexionsprozess begleiten.
  • Lernen als lebenslanger Prozess: C.A.R.E. richtet sich an diejenigen, die ihr Verständnis von Lernen als fortlaufenden Entwicklungsprozess vertiefen möchten - sei es in der Arbeit mit Kindern, Erwachsenen oder für das eigene persönliche Wachstum.

Forschungsgestützt und praxisorientiert 

Unser C.A.R.E.-Programm basiert auf jahrelanger praktischer Erfahrung und integriert bewährte Ansätze aus verschiedenen Disziplinen, wie Somatic Experiencing (SE), Body-Mind Centering®, Neuromotorische Entwicklungsförderung INPP®, NARM, Feldenkrais und weiteren. Diese Methoden werden miteinander integriert, um ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Entwicklung zu fördern. Sie beruhen auf neuesten Forschungsergebnissen und helfen, das Nervensystem zu regulieren und die Auswirkungen von Trauma und frühkindlicher Entwicklung zu verstehen, ohne das traumatische Ereignis selbst in den Vordergrund zu stellen.

Angewandte somatische Methoden der Ausbildung

  • IBMT (Integrative Bodywork- and Movement Therapy)
  • Neurophysiologische Psychologie 
  • Feldenkrais
  • Contact Improvisation
  • Ideokinesis
  • Body-Mind Centering®
  • Tanz

Abschluss:

  • Nachweis von 10 Stunden Hospitation
  • 1 Unterrichtspräsentation vorbereiten und mit der Gruppe durchführen
  • eine Fallstudie erstellen bzw. eine praktische Forschung durchführen, die in einem Essay von max. 5 Seiten dokumentiert wird

Seminarleiter*innen

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Heike Kuhlmann


www.heikekuhlmann.net

MSME, BMC®-Practitioner, Tänzerin, -pädagogin, Choreografin, MA Performance Studies/Choreography 

Heike interessiert der menschliche Enfaltungsprozess. Dabei geht es ihr nicht nur um die individuelle Entfaltung, sondern wie Menschen sich auf Augenhöhe begegnen können. Strukturelle Bedingungen mit in die somatische Erfahrung hereinzunehmen ist für sie Bedingung für eine Kritische Somatik. Sie begleitet somatische Prozesse in Einzelsitzungen, Kursen, Workshops und Ausbildungen. In ihrer künstlerischen Arbeit sind Aktivismus und Somatik eingewoben. Mehr Informationen auf: www.somatik-tanz-choreographie.dewww.heikekuhlmann.net

 

 

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Adalisa Menghini

Lehrerin, Choreographin, Performerin

Adalisa studierte an der S.N.D.O in Amsterdam, danach absolvierte sie ihren M.A. in Neurophysiologische Psychologie. Sie ist Lehrerin der Feldenkrais Methode. Sie arbeitet mit professionellen und nicht professionellen Tänzern, Kindern und Senioren. Zweimal wurde sie als beste Choreografin der "Giocabriga" nominiert. In Zusammenarbeit mit K. Wickenhäuser, hat sie Performances mit Schulkindern in Museen gebracht. Zweimal haben sie den Preis "Kinder zum Olymp!" gewonnen. Sie unterrichte in der Tanzfabrik, der Somatischen Akademie Berlin und an der Universität der Künste Berlin.

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Ka Rustler

BMC® Teacher, Somatic Movement Educator & Therapist, Choreographin und Performerin

Ka Rustler erforscht und analysiert seit über 30 Jahren somatische Praxen und deren Verkörperung in Bewegung, Choreographie und Therapie. Sie performt mit Pionieren der Improvisation und übt als Organisatorin von ECITE und CI Festivals sowie künstlerisches Mitglied der Tanzfabrik Berlin entscheidenden Einfluss auf die somatische Praxis in der Tanzausbildung aus. Ihre künstlerischen Projekte wurden auf Tanz- und Theaterfestivals in Europa, Mexiko, Russland, Japan und den USA gezeigt. Sie unterrichtet international, konzipiert Ausbildungscurricula an privaten sowie staatlichen Institutionen und integriert die neuesten Erkenntnisse der Neuro- und Wahrnehmungswissenschaften. An der Somatischen Akademie unterrichtet sie in der Fortbildung somatische Begleitung & Arbeit mit Kindern. 

Anmeldeinformationen

Zeiten
Veranstaltungsort
Berlin
Somatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor
Preise
  • Full Price: 810.00 EUR
Zahlung Banküberweisung, PayPal
Hinweise

Dieses Modul ist Teil der Ausbildung c.a.r.e - einem somatischen entwicklungsbezogenen Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz. Es kann aber auch hier einzeln als Workshop gebucht werden:

Embryologie
DE+EN | 6-Tages Seminar c.a.r.e

06. - 11. Juli 2026

>> Weitere Infos

Lehrer

Heike Kuhlmann
Adalisa Menghini
Ka Rustler

Daten & Kosten

KursspracheEN + DE
Kurskosten
  • Full Price 810.00 EUR
ZahlungBanküberweisung, PayPal
VeranstaltungsortBerlin
Somatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor