Motivation, Verbindung & Lebendigkeit

c.a.r.e - Ein somatischer Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz - Motivation, Verbindung & Lebendigkeit

Modul 5

Neurochemie und Wahrnehmung

Was lässt uns aufblühen? Was schenkt uns Antrieb, Nähe oder Vertrauen? Unter der Oberfläche unseres Bewusstseins wirkt ein unsichtbares Netzwerk biochemischer Kräfte. Diese Botenstoffe formen nicht nur unsere Stimmung und Motivation – sie gestalten die Art, wie wir die Welt erfahren: ob wir Herausforderungen als Bedrohung oder Chance sehen, ob wir uns isoliert oder verbunden fühlen. 

In diesem Modul begeben wir uns auf eine Reise durch das innere chemische Labor unserer Lebendigkeit und untersuchen, wie Motivation mit Endorphinen und Neurotransmittern zusammenhängt. 

In der Adoleszenz durchläuft das Gehirn eine tiefgreifende Reorganisation – ein Prozess, bei dem Neurotransmitter wie Dopamin (für Antrieb), Serotonin (für Stabilität), Oxytocin (für Bindung) und Endorphine (für Freude) in der neuronalen Landschaft eine wichtige Gestaltungsrolle einnehmen. Indem wir diese inneren Dynamiken verstehen, erkennen wir, wie unterschiedliche neurochemische Gleichgewichte völlig verschiedene Realitäten erschaffen – dieselbe Umgebung kann je nach innerem Zustand als nährend oder bedrohlich empfunden werden. Dieses Bewusstsein fördert Empathie und befähigt uns, emotionale Widerstandsfähigkeit und sichere Bindungen bei uns selbst und anderen zu stärken.

Zwar wurzelt unsere Vitalität in diesen chemischen Prozessen – doch sie entfaltet sich im Spannungsfeld kultureller Prägungen. Unsere erlernten Rollenbilder und sozialen Muster legen sich wie ein Filter auf Vitalität, Verbindung und Motivation. 

In Theorie, verkörperter Bewegung und somatisch geführten Übungen bekommen die Teilnehmenden ein unmittelbares Gefühl dafür, wie sich neurochemische Prozesse im Körper ausdrücken – wie sie unsere Energie, unser Miteinander und unsere Wahrnehmung verändern. Mit wachsendem Bewusstsein für diese biochemischen Abläufe können wir neu interpretieren, wie wir und andere die Welt erleben: ängstlich oder gelassen, verbunden oder isoliert, inspiriert oder gleichgültig.

Dieses Wissen eröffnet neue Wege, um emotionale Resilienz zu fördern, sichere Bindungen zu stärken und das Nervensystem zu regulieren – in uns selbst und in der mitfühlenden Begleitung anderer.  Für alle, die mit Entwicklung, Beziehung und Heilung arbeiten, wird die Neurochemie so zu einer Brücke – zwischen Körper und Psyche, zwischen Innenwelt und Außenwelt, zwischen Wissenschaft und menschlicher Tiefe. Besonders relevant für die Arbeit mit Jugendlichen, ermutigt es jedoch alle Teilnehmer:innen, emotionales Wachstum und Beziehungen bewusster zu gestalten – und sogar die eigene Vergangenheit neu zu betrachten.

 

Schlüsselthemen des Moduls:

  • Neurotransmitter und ihr Einfluss auf Verhalten und Emotion
  • Neuroendokrinologie des Gehirns
  • Endorphine und die Biologie der Lebendigkeit
  • Funktionen und Wirkungen von Dopamin, Serotonin und Oxytocin
  • Neurochemie von Motivation und Engagement
  • Emotionale Regulation und Hirnchemie
  • Berührung und Sexualität
  • Bindung und neurobiologische Dynamiken
  • Wahrnehmung im Spiegel neurochemischer Zustände
  • Verkörperte Praxis zur Erfahrung neurochemischer Zustände
  • Anwendungsfelder in Therapie, Bildung und Entwicklung

Ausführliche Seminarinformationen

200 UE / 6 Module / 4 somatischen Methoden / 3 Dozent*innen

Dieses Ausbildungsangebot umfasst 200 UE mit insgesamt 6 Modulen von jeweils 5-6 Tagen und ist eine anerkannte Spezialisierung. 

Curriculum

Modul 1

tba 2026 | Embryologie

  • Frühe Prägung
  • Verkörperte Exploration
  • Interaktion von Genetik und Umwelt
  • Somatisches Gedächtnis
  • Pränatale Verbindung
  • Zelluläres Bewusstsein
  • Entwicklung des Nervensystems
  • Bindung
  • Universelle Relevanz
  • Embryologische Entwicklung der Organe, des musko-skelettalen und des urogenitalen Systems

Modul 2

tba 2027 | Frühkindliche Bewegungsentwicklung

  • Muskeltonus und neuromotorische Entwicklung im ersten Jahr
  • Grundlegende Bewegungssequenzen: Rollen / Nachgeben / Drücken / Greifen / Ziehen
  • Primitive Reflexe und posturale Reflexe
  • Vestibuläre und propriozeptive Grundlagen
  • Gleichgewicht
  • Gehirnentwicklung und visuelle Reifung
  • Bewegungsbeobachtung und funktionale Analyse
  • Konkrete Anwendungen, Fallbeispiele und Kontexte
  • Einstimmung und interaktive Regulation

Modul 3

tba 2027 | Selbst werden

  • Entwicklung des Selbst Bewegung, Spiel und Imagination
  • Autonomie und Beziehung – Ich und Andere, IchAndere
  • Entwicklung des Selbst und die Verbindung zur Sprachentwicklung 
  • Sensorische Integration und Körperbewusstsein
  • Berührung zur Förderung von Selbstwahrnehmung und emotionaler Sicherheit
  • Entwicklung von Neugierverhalten und Kreativität 
  • Bewegung und Kreativität als Mittel der Selbstentfaltung
  • Bindung und Bindungsverhalten
  • Entwicklung von Empathie – vom Ich zum Wir

Modul 4

tba 2027 | Verkörperte Transformation

  • Gehirnentwicklung und Neuroplastizität durch Bewegung
  • Bewegung als integraler Bestandteil des Lernprozesses
  • Beobachtung und Analyse von Bewegung
  • Erkennen von Kompensationsmustern und Anpassungen
  • Praxisnahe Werkzeuge und kontextuelle Anwendungen
  • Emotionale Regulation und Nervensystembalance
  • Verkörperter Entwicklungszugang
  • Fallbeispiele aus verschiedenen Praxisfeldern

Modul 5

31.01.-04.02.2026 | Motivation, Verbindung und Lebendigkeit

  • Neurotransmitter und ihr Einfluss auf Verhalten und Emotion
  • Neuroendokrinologie des Gehirns
  • Endorphine und die Biologie der Lebendigkeit
  • Funktionen und Wirkungen von Dopamin, Serotonin und Oxytocin
  • Neurochemie von Motivation und Engagement
  • Emotionale Regulation und Hirnchemie
  • Berührung und Sexualität
  • Bindung und neurobiologische Dynamiken
  • Wahrnehmung im Spiegel neurochemischer Zustände
  • Verkörperte Praxis zur Erfahrung neurochemischer Zustände
  • Anwendungsfelder in Therapie, Bildung und Entwicklung

Modul 6 

30.03.-03.04.2026 | Verkörperte Kreativität

  • Kreativität als transformierender Prozess
  • Vom Impuls zur greifbaren Ausdrucksform
  • Somatische Werkzeuge für Imagination und Bewegung
  • Kreative Führung in Therapie, Bildung und Gruppenarbeit
  • Stabilität und Flexibilität in dynamischen Kontexten
  • Verbindung von Wahrnehmung, Bewegung und Ausdruck
  • Lebendigkeit und Selbstwirksamkeit in kreativen Prozessen
  • Ganzheitliche Begleitung in professionellen Rollen
  • Kreativität erhalten und kultivieren in komplexen Systemen
 

Für wen ist dieses Ausbildungsformat gedacht?

  • Lehrende, Sozialarbeitende, Jugendbetreuende und Eltern, die nach neuen Wegen suchen, um Kindern und Jugendlichen durch Körpererfahrung und Körperbewusstsein in ihrem Entwicklungsprozess zu Wachstum und Entfaltung zu verhelfen.
  • Eltern, die besser verstehen möchten, wie sie mit Bewegung und Achtsamkeit das emotionale und körperliche Wohlbefinden ihrer Kinder fördern können.
  • Jede Person, die lernen möchte, wie sie ihr eigenes emotionales und körperliches Gleichgewicht finden und unterstützen kann.

Welche zentralen pädagogischen Aspekte beinhaltet das C.A.R.E Programm?

  • Entwicklungsgrundlagen: C.A.R.E. beginnt mit der Beobachtung, wie sich der Mensch von den frühesten Phasen (pränatal, Säuglingsalter, frühe Kindheit) entwickelt und wie Bewegung und Bindung das Lernen beeinflussen. Die neurobiologischen Grundlagen des Lernens, wie die Funktion des Nervensystems und die Entstehung von Trauma, bilden die pädagogischen Grundpfeiler der Ausbildung.
  • Lernen durch Erfahrung: Die Teilnehmenden lernen durch verkörperte Erfahrung. bewegungsbasierte Aktivitäten vermitteln ein tiefes Verständnis der Entwicklungsprozesse, während theoretische Informationen den eigenen Lern- und Reflexionsprozess begleiten.
  • Lernen als lebenslanger Prozess: C.A.R.E. richtet sich an diejenigen, die ihr Verständnis von Lernen als fortlaufenden Entwicklungsprozess vertiefen möchten - sei es in der Arbeit mit Kindern, Erwachsenen oder für das eigene persönliche Wachstum.

Forschungsgestützt und praxisorientiert 

Unser C.A.R.E.-Programm basiert auf jahrelanger praktischer Erfahrung und integriert bewährte Ansätze aus verschiedenen Disziplinen, wie Somatic Experiencing (SE), Body-Mind Centering®, Neuromotorische Entwicklungsförderung INPP®, NARM, Feldenkrais und weiteren. Diese Methoden werden miteinander integriert, um ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Entwicklung zu fördern. Sie beruhen auf neuesten Forschungsergebnissen und helfen, das Nervensystem zu regulieren und die Auswirkungen von Trauma und frühkindlicher Entwicklung zu verstehen, ohne das traumatische Ereignis selbst in den Vordergrund zu stellen.

Angewandte somatische Methoden der Ausbildung

  • IBMT (Integrative Bodywork- and Movement Therapy)
  • Neurophysiologische Psychologie 
  • Feldenkrais
  • Contact Improvisation
  • Ideokinesis
  • Body-Mind Centering®
  • Tanz

Abschluss:

  • Nachweis von 10 Stunden Hospitation
  • 1 Unterrichtspräsentation vorbereiten und mit der Gruppe durchführen
  • eine Fallstudie erstellen bzw. eine praktische Forschung durchführen, die in einem Essay von max. 5 Seiten dokumentiert wird

Seminarleiter*innen

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Heike Kuhlmann


www.heikekuhlmann.net

MSME, BMC®-Practitioner, Tänzerin, -pädagogin, Choreografin, MA Performance Studies/Choreography 

Heike interessiert der menschliche Enfaltungsprozess. Dabei geht es ihr nicht nur um die individuelle Entfaltung, sondern wie Menschen sich auf Augenhöhe begegnen können. Strukturelle Bedingungen mit in die somatische Erfahrung hereinzunehmen ist für sie Bedingung für eine Kritische Somatik. Sie begleitet somatische Prozesse in Einzelsitzungen, Kursen, Workshops und Ausbildungen. In ihrer künstlerischen Arbeit sind Aktivismus und Somatik eingewoben. Mehr Informationen auf: www.somatik-tanz-choreographie.dewww.heikekuhlmann.net

 

 

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Adalisa Menghini

Lehrerin, Choreographin, Performerin

Adalisa studierte an der S.N.D.O in Amsterdam, danach absolvierte sie ihren M.A. in Neurophysiologische Psychologie. Sie ist Lehrerin der Feldenkrais Methode. Sie arbeitet mit professionellen und nicht professionellen Tänzern, Kindern und Senioren. Zweimal wurde sie als beste Choreografin der "Giocabriga" nominiert. In Zusammenarbeit mit K. Wickenhäuser, hat sie Performances mit Schulkindern in Museen gebracht. Zweimal haben sie den Preis "Kinder zum Olymp!" gewonnen. Sie unterrichte in der Tanzfabrik, der Somatischen Akademie Berlin und an der Universität der Künste Berlin.

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Ka Rustler

BMC® Teacher, Somatic Movement Educator & Therapist, Choreographin und Performerin

Ka Rustler erforscht und analysiert seit über 30 Jahren somatische Praxen und deren Verkörperung in Bewegung, Choreographie und Therapie. Sie performt mit Pionieren der Improvisation und übt als Organisatorin von ECITE und CI Festivals sowie künstlerisches Mitglied der Tanzfabrik Berlin entscheidenden Einfluss auf die somatische Praxis in der Tanzausbildung aus. Ihre künstlerischen Projekte wurden auf Tanz- und Theaterfestivals in Europa, Mexiko, Russland, Japan und den USA gezeigt. Sie unterrichtet international, konzipiert Ausbildungscurricula an privaten sowie staatlichen Institutionen und integriert die neuesten Erkenntnisse der Neuro- und Wahrnehmungswissenschaften. An der Somatischen Akademie unterrichtet sie in der Fortbildung somatische Begleitung & Arbeit mit Kindern. 

Anmeldeinformationen

Zeiten
Veranstaltungsort
Berlin
Somatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor
Preise
  • Full Price: 690.00 EUR
Zahlung Banküberweisung, PayPal
Hinweise

Dieses Modul ist Teil der Ausbildung c.a.r.e – ein somatischer entwicklungsbezogener Ansatz für Kreativität, Bindung, Bildung und Resilienz. Es kann aber auch hier einzeln als Workshop gebucht werden:

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Motivation, Verbindung & Lebendigkeit

5-Tage-Workshop c.a.r.e
tba 2028

>> Weitere Infos

Lehrer

Heike Kuhlmann
Adalisa Menghini
Ka Rustler

Daten & Kosten

KursspracheEN + DE
Kurskosten
  • Full Price 690.00 EUR
ZahlungBanküberweisung, PayPal
VeranstaltungsortBerlin
Somatische Akademie Berlin
Paul-Lincke-Ufer 30
10999 Berlin | side building
1st backyard
4th floor